Inhalt
  1. 00Was ist ein Satoshi wert?
  2. 01Eine Wirtschaft, die vom Mangel lebt
  3. 02Bitcoin – die bewusste Erschaffung digitaler Knappheit
  4. 03Ein geschlossenes Protokoll in einer offenen Wirtschaft
  5. 04Die Bedrohung durch Quantencomputer
  6. 05Die mögliche Antwort: Ein quantensicheres Bitcoin
  7. 06Die Bitcoin, die zurückbleiben
  8. 07Wenn eine Sicherheitslücke zum Forschungsanreiz wird
  9. 08Eine Entscheidung über das Eigentum der Zukunft
  10. 09Brauchen wir Quantencomputer überhaupt?
  11. 10Wenn Maschinen nahezu alles produzieren
  12. 11Geld in einer Welt des Überflusses
  13. 12Und was bedeutet das für Bitcoin?
  14. 13Der Wert von Zeit
  15. 14Das Paradoxon der Knappheit

EssayDEEN

Beyond SCarcity

Das Paradoxon der Knappheit 20 Min.

Ein Essay in 14 Kapiteln

Das Paradoxon der Knappheit

Über Bitcoin, Quantencomputer und eine Zukunft, in der wir Geld vielleicht nicht mehr brauchen.

PrologWas ist ein Satoshi wert?

Was wäre, wenn ein Satoshi eines Tages einen Dollar wert wäre?

Ein Bitcoin bestünde dann aus 100 Millionen Dollar. Die maximal vorgesehene Menge von knapp 21 Millionen Bitcoin hätte einen rechnerischen Marktwert von rund 2,1 Billiarden Dollar.

Eine beinahe unvorstellbare Zahl.

Doch vielleicht stellen wir uns die falsche Frage.

Wir versuchen, den zukünftigen Wert von Bitcoin zu berechnen, während wir gleichzeitig Technologien entwickeln, die unser heutiges Verständnis von wirtschaftlichem Wert grundlegend verändern könnten.

Künstliche Intelligenz, Robotik und möglicherweise Quantencomputer könnten unsere Fähigkeit, Güter und Dienstleistungen herzustellen, erheblich erweitern.

Wir entwickeln Maschinen, um menschliche Arbeit zu reduzieren. Wir forschen an neuen Materialien und Energieformen, um bisherige Grenzen zu überwinden. Wir versuchen, immer mehr Dinge mit immer weniger Aufwand verfügbar zu machen.

Gleichzeitig haben wir mit Bitcoin ein digitales System geschaffen, dessen wesentliches wirtschaftliches Merkmal darin besteht, dass seine Einheiten gerade nicht beliebig vermehrt werden können.

Wir arbeiten also daran, natürliche Knappheit zu reduzieren, während wir gleichzeitig künstliche Knappheit erschaffen und mit erheblichem wirtschaftlichem Wert versehen.

Ist das ein Widerspruch?

Oder zeigt sich darin etwas Grundlegendes über unser Verhältnis zu Geld, Eigentum und technologischem Fortschritt?

Vielleicht führt uns diese Frage weiter, als wir zunächst vermuten.

01Eine Wirtschaft, die vom Mangel lebt

Die Geschichte menschlicher Zivilisation lässt sich auch als Geschichte des Umgangs mit Knappheit erzählen.

Nahrung musste beschafft, Wohnraum errichtet und Energie gewonnen werden. Jede wirtschaftliche Leistung erforderte Zeit, Arbeit oder Ressourcen.

Unsere Bedürfnisse waren häufig größer als unsere Möglichkeiten.

Aus diesem Spannungsverhältnis entwickelten sich Arbeitsteilung, Handel, Eigentumsordnungen und Geldsysteme.

Geld löst das Problem der Knappheit nicht. Aber es erleichtert uns, unter den Bedingungen dieser Knappheit zu wirtschaften.

Es ermöglicht, Leistungen zu vergleichen, Werte aufzubewahren und Güter auszutauschen.

Doch Geld ist kein Naturgesetz.

Es ist ein gesellschaftliches Instrument.

Seine Bedeutung ergibt sich daraus, dass Menschen etwas benötigen oder besitzen möchten, das nicht unbegrenzt verfügbar ist.

Ein Glas Wasser kann in einer Wüste lebensrettend und unmittelbar neben einer frei zugänglichen Trinkwasserquelle nahezu wertlos sein.

Nicht das Wasser hat sich verändert.

Sondern die Bedingungen seiner Verfügbarkeit.

Dieses einfache Beispiel macht deutlich, wie eng wirtschaftlicher Wert und Knappheit miteinander verbunden sind.

Natürlich entsteht Wert nicht ausschließlich aus Knappheit. Ein Gegenstand muss auch einen Nutzen besitzen oder von Menschen begehrt werden. Knappheit allein genügt nicht.

Aber sie beeinflusst entscheidend, wie wir Güter bewerten und verteilen.

Was passiert also, wenn Technologien die Verfügbarkeit immer größerer Teile unserer materiellen Lebensgrundlagen radikal verändern?

Diese Frage wird besonders interessant, wenn wir sie mit einem System verbinden, das Knappheit bewusst zu einem unverzichtbaren Merkmal gemacht hat.

Bitcoin.

02Bitcoin – die bewusste Erschaffung digitaler Knappheit

Digitale Technologie hat eine bemerkenswerte Eigenschaft.

Informationen lassen sich grundsätzlich zu sehr geringen Kosten vervielfältigen.

Ein Dokument kann millionenfach kopiert werden. Eine Datei kann gleichzeitig auf unzähligen Computern existieren.

Bitcoin widersetzt sich dieser Logik auf besondere Weise.

Nicht indem es das Kopieren von Informationen unmöglich macht, sondern indem es Regeln schafft, nach denen nur bestimmte Zustände eines gemeinsamen Transaktionsregisters als gültig anerkannt werden.

Doppelte Ausgaben derselben Bitcoin werden von den Netzwerkteilnehmern nach diesen Regeln zurückgewiesen.

Die Menge der Bitcoin folgt einem vorgegebenen Emissionsplan. Insgesamt sollen knapp 21 Millionen entstehen.

21 000 000
Bitcoin · Obergrenze des Emissionsplans
21 Mio. 0 2009 2024 2040 2140 heute
Ausgegebene Bitcoin, 2009–2140 · Halbierung alle 210 000 Blöcke

Diese Begrenzung ist eine Konsensregel, keine physikalische Naturkonstante. Eine Änderung wäre technisch denkbar, würde aber eine entsprechende Änderung der von den Teilnehmern akzeptierten Regeln erfordern.

Niemand kann die geltende Menge innerhalb des bestehenden Regelwerks eigenmächtig erhöhen.

Bitcoin ist deshalb nicht einfach nur digitales Geld. Es ist der Versuch, Knappheit in einer digitalen Welt durch überprüfbare Regeln statt durch eine zentrale Autorität zu organisieren.

Darin liegt eine seiner außergewöhnlichen Eigenschaften.

Wir haben ein System geschaffen, dessen digitales Eigentum weder von einem bestimmten Unternehmen noch von einer einzelnen Regierung verwaltet werden muss.

Und wir haben diesem System eine Eigenschaft gegeben, die in einer zunehmend reproduzierbaren digitalen Welt besonders selten erscheint.

Eine vorhersehbare, begrenzte Geldmenge.

Was wir dabei erschaffen haben, ist allerdings mehr als eine begrenzte Anzahl digitaler Einheiten.

Wir haben ein wirtschaftliches Experiment begonnen, dessen Regeln von der technischen Infrastruktur abhängen, die sie durchsetzt.

Und Technik bleibt niemals vollständig unabhängig vom Fortschritt.

03Ein geschlossenes Protokoll in einer offenen Wirtschaft

Bitcoin besitzt eine Eigenschaft, die für dieses Gedankenexperiment besonders interessant ist.

Seine Einheiten können das Bitcoin-Protokoll nicht einfach verlassen.

Wenn jemand einen Bitcoin verkauft, verschwindet dieser nicht aus dem System. Er wird durch eine Transaktion einem anderen Besitzer zugeordnet.

Wenn jemand 100.000 Dollar für einen Bitcoin bezahlt, wechseln sowohl Dollar als auch Bitcoin ihre Besitzer.

Der Bitcoin bleibt Bestandteil des Netzwerks.

Wenn sein Preis später auf 50.000 Dollar fällt, existiert der Bitcoin weiterhin. Es hat sich seine Bewertung verändert, nicht die Anzahl der übertragenen Einheiten.

Das bedeutet allerdings nicht, dass wirtschaftlicher Wert im Bitcoin-Markt gefangen wäre.

Kapital kann abfließen. Menschen können verkaufen und die erhaltenen Dollar für Immobilien, Unternehmen oder beliebige andere Güter ausgeben.

Bitcoin ist auf der Ebene seiner Buchführung ein abgegrenztes System, auf der Ebene seines wirtschaftlichen Wertes jedoch vollständig mit der Außenwelt verbunden.

Die Blockchain verzeichnet keine bestimmte Menge an Dollar, die dauerhaft im Netzwerk eingeschlossen wäre.

Sie dokumentiert vielmehr, unter welchen Bedingungen Bitcoin ausgegeben werden können.

Der Markt entscheidet, welchen Preis diese Einheiten zu einem bestimmten Zeitpunkt erzielen.

Gerade diese Unterscheidung ist wichtig.

Denn sie bedeutet auch, dass Bitcoin nicht physisch aus dem Netzwerk entfernt werden müssen, um ihren wirtschaftlichen Wert zu verlieren.

Ein Bitcoin kann weiterhin existieren und nahezu wertlos werden.

Umgekehrt kann sein Marktpreis erheblich steigen, ohne dass dafür ein gleich hoher Betrag an neuem Kapital in den Markt fließen muss.

Das Protokoll begrenzt die Menge.

Den Wert begrenzt es nicht.

Und genau deshalb kann sich innerhalb eines technisch begrenzten Systems ein wirtschaftlicher Anreiz entwickeln, dessen Auswirkungen weit über dieses System hinausreichen.

04Die Bedrohung durch Quantencomputer

Bitcoin verwendet kryptografische Signaturen, um die Berechtigung zum Ausgeben seiner Einheiten nachzuweisen.

Die heute verwendeten Verfahren beruhen auf mathematischen Problemen, die mit klassischen Computern nach unserem gegenwärtigen Wissen praktisch nicht effizient zu lösen sind.

Ein ausreichend leistungsfähiger, fehlertoleranter Quantencomputer könnte diese Sicherheitsannahme verändern.

Mithilfe von Shors Algorithmus wäre es grundsätzlich möglich, aus einem bekannten öffentlichen Schlüssel den entsprechenden privaten Schlüssel abzuleiten.

|0⟩ |1⟩
Ein Qubit · Überlagerung von |0⟩ und |1⟩

Das würde insbesondere Bitcoin gefährden, deren öffentliche Schlüssel bereits offengelegt sind.

Andere Bitcoin-Ausgaben verbergen den öffentlichen Schlüssel zunächst hinter einem Hashwert. Diese Konstruktionen bieten gegen bestimmte Angriffe einen zusätzlichen Schutz, der jedoch unter anderem bei der späteren Ausgabe der Bitcoin entfallen kann.

Nicht alle Bitcoin wären also auf dieselbe Weise und zum selben Zeitpunkt angreifbar.

Bis heute gibt es keinen öffentlich nachgewiesenen Quantencomputer, der die für solche realen Angriffe notwendige Leistungsfähigkeit besitzt.

Wann eine solche Maschine entwickelt werden könnte, ist ungewiss.

Doch selbst diese Unsicherheit stellt ein Problem dar.

Denn ein Akteur, der zuerst über diese Fähigkeit verfügt, müsste seinen Durchbruch nicht sofort veröffentlichen.

Er könnte ein Interesse daran haben, sie geheim zu halten.

Die vielleicht gefährlichste Eigenschaft eines zukünftigen Quantenangriffs ist deshalb nicht ausschließlich seine technische Möglichkeit, sondern die Tatsache, dass wir den Zeitpunkt dieser Möglichkeit möglicherweise gar nicht erkennen.

Das wirft eine grundlegende Frage auf.

Wie sollte Bitcoin auf eine Bedrohung reagieren, deren tatsächliche Existenz möglicherweise erst durch einen erfolgreichen Angriff sichtbar wird?

05Die mögliche Antwort: Ein quantensicheres Bitcoin

Eine naheliegende Lösung besteht darin, das Bitcoin-Protokoll rechtzeitig weiterzuentwickeln.

Neue kryptografische Verfahren könnten integriert werden, die nach unserem heutigen Kenntnisstand auch gegen ausreichend leistungsfähige Quantencomputer sicher sein sollen.

Solche Post-Quanten-Signaturverfahren existieren bereits.

Ihre sichere Integration in Bitcoin wäre allerdings eine eigene technische Herausforderung. Signaturgrößen, Verifikationsaufwand, Transaktionskosten, Wallet-Unterstützung und der Konsens des Netzwerks müssten berücksichtigt werden.

Entsprechende Ideen werden bereits diskutiert.

Der Vorschlag BIP 360 sieht beispielsweise eine neue Art von Bitcoin-Ausgaben vor, bei denen bestimmte längerfristige Angriffe auf offengelegte öffentliche Schlüssel erschwert werden sollen.

Ein vollständiger Schutz würde darüber hinaus geeignete quantensichere Signaturen erfordern.

Doch nehmen wir an, diese Entwicklung gelingt.

Bitcoin erhält eine neue Möglichkeit, Guthaben unter quantensicheren Bedingungen zu verwalten.

Die Teilnehmer können ihre Bestände auf diese neue Form übertragen.

Das bestehende Netzwerk entwickelt sich weiter, ohne seinen grundlegenden wirtschaftlichen Charakter verlieren zu müssen.

Damit wäre ein großer Teil des Problems lösbar.

Zumindest für jene Menschen, die ihre Bitcoin tatsächlich migrieren.

Die eigentliche Herausforderung beginnt bei den Bitcoin, deren Besitzer nicht mehr handeln können – oder nicht handeln wollen.

06Die Bitcoin, die zurückbleiben

Es ist davon auszugehen, dass ein Teil aller Bitcoin dauerhaft nicht mehr bewegt werden kann.

Private Schlüssel sind verloren gegangen. Datenträger wurden zerstört. Menschen sind verstorben, ohne ihre Zugangsdaten weiterzugeben.

Andere Besitzer könnten ihre Bitcoin bewusst langfristig unberührt lassen.

Bei einer freiwilligen Umstellung auf quantensichere Verfahren würden daher vermutlich nicht sämtliche Bitcoin migriert werden.

Ein Teil könnte unter den alten kryptografischen Bedingungen verbleiben.

Sollten diese Bedingungen eines Tages von Quantencomputern gebrochen werden können und das Protokoll die entsprechenden Ausgaben weiterhin zulassen, entstünde eine außergewöhnliche Situation.

Die ursprünglichen Besitzer hätten möglicherweise weiterhin die rechtlichen Ansprüche auf ihre Bitcoin.

Doch technisch könnte ein anderer Akteur in der Lage sein, die erforderlichen Signaturen zu erzeugen.

Bitcoin würde dann vor einer Entscheidung stehen, die weit über Kryptografie hinausgeht.

Soll das Netzwerk alte Signaturen weiterhin akzeptieren, selbst wenn dadurch Bitcoin gestohlen werden könnten? Oder soll es diese Signaturen irgendwann einschränken und damit möglicherweise auch rechtmäßige Besitzer vom Zugriff auf ihre Bestände ausschließen?

Beide Wege besitzen Konsequenzen.

Die erste Möglichkeit könnte einen erheblichen wirtschaftlichen Anreiz schaffen, entsprechende Angriffe zu entwickeln.

Die zweite Möglichkeit würde den Schutz des Netzwerks erhöhen, könnte aber Menschen treffen, die eine Migration versäumt haben oder erst später wieder Zugang zu ihren Wallets erhalten.

Es gibt kein vollkommen konfliktfreies Ergebnis.

Und gerade deshalb ist dieser Teil der Diskussion so interessant.

Denn er führt uns von der technischen Sicherheit unmittelbar zur Frage nach Eigentum, Verantwortung und wirtschaftlichen Anreizen.

07Wenn eine Sicherheitslücke zum Forschungsanreiz wird

Wir betrachten technische Schwachstellen normalerweise als Fehler, die möglichst schnell behoben werden sollten.

Doch aus wirtschaftlicher Perspektive können Schwachstellen auch Anreize erzeugen.

Stellen wir uns ein hypothetisches Szenario vor.

Ein großer Teil des Bitcoin-Bestands wurde erfolgreich auf quantensichere Verfahren umgestellt.

Fünf Millionen Bitcoin befinden sich jedoch weiterhin unter älteren Ausgabebedingungen.

Der Bitcoin-Kurs beträgt zu diesem Zeitpunkt 100.000 Dollar.

Der rechnerische Marktwert dieser fünf Millionen Bitcoin liegt damit bei 500 Milliarden Dollar.

Nicht alle davon müssten unmittelbar angreifbar sein.

Und selbst wenn es einem Akteur gelänge, Zugriff auf einen erheblichen Teil davon zu erlangen, könnte er diesen Bestand kaum zum unveränderten Marktpreis verkaufen.

Trotzdem bleibt eine außergewöhnliche Größenordnung.

Was wäre, wenn allein die Aussicht auf einen Bruchteil dieses Vermögens ausreicht, um die Entwicklung leistungsfähiger Quantencomputer wirtschaftlich attraktiver zu machen?

Unternehmen könnten zusätzliche Forschung finanzieren.

Staaten könnten entsprechende Fähigkeiten als strategischen Vorteil betrachten.

Private Investoren könnten versuchen, sich an Entwicklungen zu beteiligen, deren möglicher wirtschaftlicher Nutzen weit über gewöhnliche Forschungserträge hinausgeht.

Die nicht migrierten Bitcoin könnten damit unbeabsichtigt zu einer Art dezentralem Forschungsanreiz werden – zu einer potenziellen Belohnung, die niemand ausdrücklich ausgeschrieben hat.

Das Besondere daran wäre der Ursprung dieses Anreizes.

Es gäbe keine zentrale Institution, die eine Forschungsprämie verwaltet.

Keine Regierung müsste einen entsprechenden Betrag bereitstellen.

Kein Unternehmen müsste sich verpflichten, für einen wissenschaftlichen Durchbruch zu bezahlen.

Der mögliche Anreiz entstünde allein durch die Kombination aus technischer Verwundbarkeit, begrenzter Geldmenge und gesellschaftlich zugeschriebenem Marktwert.

Und er würde im selben öffentlichen System sichtbar, das die betroffenen Vermögenswerte dokumentiert.

Hier entsteht das eigentliche Paradoxon.

Bitcoin könnte durch seinen wirtschaftlichen Erfolg die Entwicklung jener Technologie attraktiver machen, die seine ursprünglichen kryptografischen Sicherheitsmechanismen gefährdet.

Ein System, das geschaffen wurde, um Eigentum durch Mathematik zu schützen, könnte selbst zu einem Anreiz werden, diese mathematischen Schutzmechanismen zu überwinden.

Allerdings wäre das keine gewöhnliche Forschungsförderung.

Es wäre eine riskante und möglicherweise rechtswidrige Aussicht auf die Aneignung fremden Eigentums.

Eine wirtschaftliche Motivation ist noch keine moralische oder rechtliche Rechtfertigung.

Auch ist keineswegs sicher, dass dieser zusätzliche Anreiz ausreichen würde, die enormen technischen Herausforderungen der Quantenentwicklung wesentlich schneller zu überwinden.

Aber der Mechanismus bleibt bemerkenswert.

Ein knappes digitales Gut könnte wirtschaftliche Anreize erzeugen, die außerhalb seiner eigenen technischen Architektur wirken.

08Eine Entscheidung über das Eigentum der Zukunft

An dieser Stelle stellt sich eine Frage, die häufig hinter der technischen Diskussion verschwindet.

Wem gehören die Bitcoin, die niemals auf neue kryptografische Verfahren übertragen werden?

Ein verlorener privater Schlüssel bedeutet nicht automatisch, dass das entsprechende Eigentumsrecht erloschen ist.

Ebenso bedeutet der Besitz einer technisch gültigen Signatur nicht in jedem Fall, dass eine Übertragung rechtlich zulässig ist.

Bitcoin überprüft bestimmte technische Bedingungen.

Es entscheidet nicht abschließend über die moralische oder rechtliche Berechtigung jeder Transaktion.

Gerade deshalb wäre die bewusste Offenhaltung quantenanfälliger Ausgabebedingungen eine weitreichende gesellschaftliche Entscheidung.

Sie könnte bedeuten, dass die Sicherheit bestimmter Bitcoin langfristig davon abhängt, ob ihre Besitzer rechtzeitig auf eine neue Technologie reagieren.

Umgekehrt würde eine vollständige Einschränkung alter Signaturen möglicherweise Millionen von Bitcoin dauerhaft unzugänglich machen, sofern keine sicheren Wiederherstellungsverfahren entwickelt werden.

Beide Wege könnten die wirtschaftliche Verteilung innerhalb des Bitcoin-Systems beeinflussen.

Der Unterschied ist allerdings fundamental.

Im einen Fall könnten Bitcoin durch technisch erfolgreiche Angriffe neue Besitzer erhalten.

Im anderen Fall könnten Bitcoin auf Dauer unbeweglich bleiben.

Die Begrenzung auf knapp 21 Millionen Bitcoin beantwortet deshalb nicht die Frage, wer diese Einheiten in einer technologisch veränderten Zukunft besitzen oder überhaupt noch ausgeben kann.

Und vielleicht zeigt sich genau hier, dass Bitcoin trotz seiner festen Geldpolitik kein von der gesellschaftlichen Entwicklung losgelöstes System ist.

Seine Regeln werden von Menschen entwickelt, überprüft und akzeptiert.

Seine Sicherheit hängt von wissenschaftlichen Erkenntnissen ab.

Sein wirtschaftlicher Wert entsteht in der Gesellschaft.

Die Blockchain kann Eigentumsbedingungen technisch durchsetzen.

Die Frage, welche Bedingungen wir als legitim betrachten, bleibt jedoch eine menschliche Entscheidung.

09Brauchen wir Quantencomputer überhaupt?

Bis hierhin haben wir Quantencomputer als mögliche Bedrohung und als Gegenstand wirtschaftlicher Forschungsanreize betrachtet.

Doch vielleicht überschätzen wir ihre Rolle für die wirtschaftliche Zukunft.

Quantencomputer könnten auf bestimmten Gebieten außergewöhnliche Fortschritte ermöglichen, beispielsweise bei der Untersuchung quantenmechanischer Systeme und der Simulation bestimmter chemischer Prozesse.

Sie sind jedoch keine Maschinen, die grundsätzlich jede Aufgabe schneller lösen können.

Es gibt auch keinen Grund anzunehmen, dass wir zwingend Quantencomputer benötigen, um große Teile unserer Wirtschaft zu automatisieren.

Künstliche Intelligenz entwickelt sich bereits auf klassischen Computersystemen.

Robotik benötigt nicht zwangsläufig Quantenrechenleistung.

Neue Energiequellen, verbesserte Produktionsprozesse und automatisierte Infrastruktur können auch ohne diese Technologie erhebliche Produktivitätsfortschritte ermöglichen.

Vielleicht ist der Quantencomputer also gar nicht die Voraussetzung für eine Welt, in der wir wesentlich weniger arbeiten müssen.

Vielleicht ist er lediglich einer von mehreren möglichen Beschleunigern.

Und damit verändert sich die Perspektive.

Wir denken über einen technologischen Wettlauf nach, bei dem enorme digitale Vermögenswerte einen möglichen Anreiz darstellen.

Doch gleichzeitig entwickeln sich andere Technologien, die unser Verhältnis zu wirtschaftlichem Vermögen langfristig verändern könnten.

Was wäre, wenn der Kampf um die Verfügung über Milliardenwerte in Bitcoin eines Tages in einer Welt stattfindet, in der die grundlegende materielle Versorgung längst kein vergleichbares Problem mehr darstellt?

Was wäre, wenn wir Technologien entwickeln, um digitale Vermögen zu schützen oder zu erbeuten, während andere Technologien die Notwendigkeit verringern, solche Vermögen für das eigene Überleben überhaupt besitzen zu müssen?

Das wäre vielleicht das größere Paradoxon.

10Wenn Maschinen nahezu alles produzieren

Stellen wir uns eine Gesellschaft vor, in der künstliche Intelligenz und Robotik einen Großteil der notwendigen Arbeit übernehmen.

Energie wird in großen Mengen und zu geringen Kosten erzeugt.

Landwirtschaftliche Produktion ist weitgehend automatisiert.

Maschinen errichten Gebäude, warten Infrastruktur und produzieren Waren.

Medizinische Systeme erkennen Krankheiten frühzeitig und unterstützen ihre Behandlung.

Viele Güter und Dienstleistungen, für die Menschen heute einen erheblichen Teil ihres Einkommens aufwenden müssen, könnten wesentlich günstiger werden.

Das bedeutet nicht, dass materielle Knappheit vollständig verschwinden würde.

Land, Rohstoffe, Energie, Produktionskapazitäten und Umweltressourcen besitzen weiterhin physische Grenzen.

Auch die Kosten der Technologie selbst wären nicht null.

Doch möglicherweise würde die wirtschaftliche Belastung, grundlegende menschliche Bedürfnisse zu erfüllen, drastisch sinken.

Und mit ihr könnte sich unsere Vorstellung von Arbeit verändern.

Heute müssen die meisten Menschen einen wesentlichen Teil ihrer Lebenszeit dafür einsetzen, Einkommen zu erzielen.

Wir arbeiten, um zu wohnen, zu essen, unsere Familien zu versorgen und für die Zukunft vorzusorgen.

Ein großer Teil unserer wirtschaftlichen Entscheidungen entsteht aus der Notwendigkeit, Unsicherheit zu bewältigen.

Aber was passiert, wenn technische Systeme zunehmend in der Lage sind, diese Grundversorgung sicherzustellen?

Wenn Menschen nicht mehr zwingend arbeiten müssen, um ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken, würde sich nicht nur unsere Wirtschaft verändern. Es würde sich unser Verhältnis zur eigenen Lebenszeit verändern.

Allerdings gibt es dabei eine entscheidende Einschränkung.

Technologischer Überfluss bedeutet nicht automatisch gesellschaftlichen Überfluss.

Wenn wenige Unternehmen sämtliche Produktionsmittel kontrollieren, könnte eine weitgehend automatisierte Wirtschaft neue Abhängigkeiten schaffen.

Wenn Energie, Wohnraum und Maschinen nur gegen hohe Zahlungen zugänglich sind, könnten Menschen trotz enormer Produktivität wirtschaftlich unter Druck bleiben.

Die zentrale Frage wäre deshalb nicht allein, wie viel unsere Technologie produzieren kann.

Sondern auch, wem die Produktionsmittel gehören und wer Zugang zu ihren Ergebnissen erhält.

Eine technologisch fortschrittliche Gesellschaft ist nicht automatisch eine gerechte Gesellschaft.

Die Überwindung materieller Knappheit wäre ein technischer Fortschritt. Die gerechte Verteilung seiner Vorteile bliebe eine gesellschaftliche Aufgabe.

11Geld in einer Welt des Überflusses

Nehmen wir dennoch an, diese Herausforderung gelingt zumindest teilweise.

Grundlegende materielle Bedürfnisse können mit geringem Aufwand gedeckt werden.

Nahrung, Energie und zahlreiche Dienstleistungen sind für einen großen Teil der Menschheit problemlos zugänglich.

Würden wir dann noch Geld benötigen?

Wahrscheinlich ja.

Denn selbst in einer solchen Welt gäbe es weiterhin Dinge, die nicht unbegrenzt verfügbar wären.

Grundstücke an besonders begehrten Orten.

Einzigartige Gegenstände.

Seltene Rohstoffe.

Persönliche Dienstleistungen.

Und vor allem die begrenzte Aufmerksamkeit und Lebenszeit anderer Menschen.

Für solche Güter könnten weiterhin Märkte und Preise entstehen.

Aber die Rolle des Geldes würde sich möglicherweise erheblich verändern.

Heute ist Geld für viele Menschen vor allem ein Instrument der Sicherheit.

Wir sparen, um Krisen überstehen zu können.

Wir investieren, um langfristig unabhängiger zu werden.

Wir versuchen, Vermögen aufzubauen, um irgendwann nicht mehr arbeiten zu müssen.

Doch wenn unsere grundlegenden Lebensbedingungen nicht mehr im gleichen Ausmaß von Erwerbsarbeit abhängen, könnte sich auch die Motivation zur Vermögensbildung verändern.

Geld würde nicht verschwinden.

Aber es könnte für viele Menschen einen Teil seiner existenziellen Bedeutung verlieren.

Vielleicht wäre der größte wirtschaftliche Fortschritt nicht, dass jeder Mensch zum Millionär wird. Sondern dass niemand Millionär sein muss, um ein gutes und sicheres Leben führen zu können.

Das wäre eine grundlegende Veränderung unseres heutigen Wohlstandsbegriffs.

12Und was bedeutet das für Bitcoin?

Bitcoin könnte auch in einer solchen Zukunft weiterhin existieren.

Seine Begrenzung würde nicht automatisch bedeutungslos.

Seltene Dinge können schließlich einen erheblichen Wert besitzen, obwohl niemand sie zum Überleben benötigt.

Kunstwerke, historische Gegenstände und begehrte Grundstücke zeigen, dass wirtschaftlicher Wert weit über grundlegende Bedürfnisse hinausgeht.

Auch digitale Knappheit könnte weiterhin gefragt sein.

Vielleicht entwickelt sich Bitcoin zu einem langfristigen Wertspeicher in einer hochautomatisierten Welt.

Vielleicht bleibt er ein wichtiges Mittel, um Eigentum unabhängig von zentralen Institutionen zu übertragen.

Vielleicht verändert sich seine gesellschaftliche Bedeutung aber auch vollständig.

Denn wenn wirtschaftliche Grundbedürfnisse weitgehend gesichert sind, stellt sich eine andere Frage.

Warum möchten Menschen dann noch immer größere Vermögen anhäufen?

Vielleicht wegen Einfluss.

Vielleicht wegen Status.

Vielleicht wegen der Möglichkeit, besondere Dinge zu besitzen.

Vielleicht aber auch aus einem Bedürfnis nach Kontrolle über die eigene Zukunft, das selbst in einer Gesellschaft des Überflusses nicht vollständig verschwinden würde.

Bitcoin könnte dann weiterhin wertvoll sein.

Aber sein Wert hätte möglicherweise eine andere Bedeutung als heute.

Die Ironie wäre, dass ein System, dessen Attraktivität wesentlich auf künstlicher Knappheit beruht, in einer Gesellschaft fortbestehen könnte, die viele Formen natürlicher Knappheit zunehmend überwunden hat.

Das ist kein zwingender Widerspruch.

Denn Bitcoin versucht nicht, den materiellen Überfluss herzustellen.

Es versucht, Regeln für digitales Eigentum und Geld bereitzustellen.

Aber vielleicht würden zukünftige Generationen unsere heutige Faszination für einen begrenzten digitalen Vermögenswert mit anderen Augen betrachten.

Möglicherweise werden sie nicht fragen, wie viel ein Bitcoin wert ist.

Sondern warum wir in einer Welt enormer Produktivität noch so viel Bedeutung auf die Anhäufung knapper Einheiten gelegt haben.

13Der Wert von Zeit

Vielleicht haben wir uns über Jahrhunderte an eine bestimmte Vorstellung von Wohlstand gewöhnt.

Ein wohlhabender Mensch ist jemand, der viel besitzt.

Geld, Immobilien, Unternehmen oder andere Vermögenswerte.

Dabei ist Besitz für viele Menschen kein Selbstzweck.

Er ist ein Mittel.

Ein Mittel, um Sicherheit zu gewinnen.

Um Entscheidungen unabhängig treffen zu können.

Um Zeit für die Familie zu haben.

Um nicht jede Tätigkeit nach ihrem wirtschaftlichen Ertrag beurteilen zu müssen.

Und um irgendwann die Freiheit zu besitzen, das eigene Leben stärker nach persönlichen Vorstellungen zu gestalten.

Wenn wir diese Motivation genauer betrachten, wird deutlich, dass es häufig nicht ausschließlich um Geld geht.

Es geht um die Möglichkeiten, die Geld eröffnet.

Vielleicht ist Geld für viele Menschen deshalb weniger das eigentliche Ziel als vielmehr ein Werkzeug, um über die eigene Lebenszeit verfügen zu können.

Technologischer Fortschritt könnte genau an diesem Punkt eine außergewöhnliche Bedeutung erlangen.

Nicht weil er zwangsläufig jeden reich macht.

Sondern weil er die Kosten zahlreicher notwendiger Lebensgrundlagen reduzieren könnte.

Dann wäre wirtschaftliche Freiheit möglicherweise nicht mehr ausschließlich das Ergebnis großer individueller Vermögen.

Sondern zunehmend eine Eigenschaft unserer gesellschaftlichen Infrastruktur.

Vielleicht wäre das eine der wichtigsten Veränderungen, die wir überhaupt erreichen könnten.

14Das Paradoxon der Knappheit

Wenn wir all diese Überlegungen zusammenführen, entsteht ein bemerkenswertes Bild.

Wir haben mit Bitcoin ein System geschaffen, das digitale Knappheit bewusst organisiert.

Seine Einheiten verbleiben innerhalb eines abgegrenzten Protokolls, während ihr wirtschaftlicher Wert durch die offene Welt bestimmt wird.

Seine Kryptografie könnte eines Tages durch Quantencomputer bedroht werden.

Das Netzwerk könnte sich darauf vorbereiten und neue Schutzmechanismen einführen.

Doch jene Bitcoin, die unter alten Bedingungen zurückbleiben, könnten einen wirtschaftlichen Anreiz für die Entwicklung genau dieser Quantencomputer darstellen.

Damit könnte Bitcoin – zumindest hypothetisch – einen technologischen Wettlauf mit antreiben, dessen Ergebnisse weit über Kryptowährungen hinausreichen.

Gleichzeitig entwickeln sich künstliche Intelligenz, Robotik und andere Technologien, die unsere Fähigkeit, materielle Güter herzustellen, immer weiter verbessern könnten.

Vielleicht werden diese Entwicklungen eines Tages unsere Abhängigkeit von Erwerbsarbeit und wirtschaftlicher Knappheit grundlegend reduzieren.

Und dann würde sich eine erstaunliche Situation ergeben.

Wir hätten enorme Anstrengungen unternommen, um den Wert knapper digitaler Einheiten zu schützen.

Möglicherweise hätten wir sogar zusätzliche wirtschaftliche Anreize geschaffen, um neue technologische Fähigkeiten zu entwickeln.

Doch dieselbe technologische Entwicklung könnte langfristig dazu beitragen, unsere Abhängigkeit vom Besitz großer Vermögen zu verringern.

Wir würden also mithilfe wirtschaftlicher Knappheit technologischen Fortschritt anregen, der wiederum dazu beitragen könnte, wirtschaftliche Knappheit weniger bedeutsam zu machen.

Vielleicht wird sich dieses Szenario niemals verwirklichen.

Vielleicht werden Quantencomputer für diese Entwicklung nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Vielleicht wird Bitcoin in hundert Jahren eine wesentlich größere wirtschaftliche Bedeutung besitzen als heute.

Oder vielleicht werden zukünftige Generationen völlig andere Systeme entwickeln, deren Eigenschaften wir uns heute kaum vorstellen können.

All das bleibt offen.

Aber unabhängig davon führt uns dieses Gedankenexperiment zu einer Frage, die weit über Bitcoin hinausreicht.

Was ist eigentlich der Zweck unseres technologischen und wirtschaftlichen Fortschritts?

Geht es darum, immer größere Vermögen zu erschaffen?

Immer höhere Bewertungen zu erreichen?

Immer leistungsfähigere Maschinen zu entwickeln?

Oder geht es letztlich darum, dem Menschen mehr Freiheit zu ermöglichen?

Vielleicht ist die wichtigste Entwicklung der Zukunft nicht ein Bitcoin, der 100 Millionen Dollar wert ist.

Nicht ein Quantencomputer, der bisher unlösbare Probleme bewältigen kann.

Und auch nicht eine künstliche Intelligenz, die nahezu jede wirtschaftliche Aufgabe übernimmt.

Vielleicht liegt der größte Fortschritt darin, dass wir eines Tages nicht mehr einen Großteil unseres Lebens damit verbringen müssen, unsere grundlegende Existenz wirtschaftlich abzusichern.

Vielleicht werden wir dann Wohlstand nicht mehr vorrangig daran messen, wie viel jemand besitzt.

Sondern daran, wie frei er über seine Zeit entscheiden kann.

Und vielleicht werden wir rückblickend erkennen, dass wir jahrhundertelang versucht haben, immer mehr Geld zu verdienen, um irgendwann weniger davon abhängig zu sein.

Der größte Erfolg unserer Wirtschaft könnte eines Tages darin bestehen, dass wir sie für unser persönliches Glück immer weniger benötigen.

Denn wenn wir eines Tages nicht mehr arbeiten müssen, um zu leben, stellt sich nicht nur die Frage, wofür wir noch Geld brauchen.

Sondern vor allem: Wofür wollen wir dann eigentlich leben?